„Die primäre Motivation für Stalking ist nicht sexueller Natur,sondern eher erlebter Ärger oder Feindseligkeit gegenüber dem Opfer“ (Voß).
„Die Realität wirkt jetzt nicht weiter störend auf die Phantasien von Größe und Auserwähltheit, welche häufig sowohl selbst beruhigend als auch erotisch befriedigend sind (Meloy, 1997, S.XIII). Der zunächst etwas paradox anmutende Gedanke der Phase 6, dass nach Abwertung des Liebesobjekts sozusagen eine narzißtische Wiedervereinigung erfolgt, lässt sich wiederum auf dem Hintergrund des Spaltungskonzepts (vgl.oben) – Abwertung und Idealisierung liegen hier dicht beieinander – verstehen. Der psychopathologische Aspekt wird hier besonders deutlich in Form eines Verlustes an Realität (nicht zu verwechseln mit einer Herabsetzung des Bewusstseins), der unterschiedliche Grade annehmen kann und in extremer Ausformung den Übergang zu schweren Formen von Persönlichkeitsstörungen (Borderline-Syndrom, Psychose) kennzeichnet.“ (Voß)